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[Ad-hoc-Mitteilung gemäss Art. 53 KR] Roche mit guten Halbjahresergebnissen

Source: OMX
[Ad-hoc-Mitteilung gemäss Art. 53 KR] Roche mit guten Halbjahresergebnissen

Basel, 21. Juli 2022

  • Konzernverkäufe steigen um 5%1 zu konstanten Wechselkursen (CER) und 5% in Schweizer Franken
  • Verkäufe der Division Pharma wachsen um 3%; anhaltend gutes Wachstum der neuen Medikamente zur Behandlung schwerer Krankheiten; Einfluss von Biosimilars nimmt wie erwartet weiter ab
  • Verkäufe der Division Diagnostics steigen um 11%; weiterhin starkes Basisgeschäft; Nachfrage nach COVID-19-Tests im 2. Halbjahr voraussichtlich rückläufig
    • Konzerngewinn nach IFRS nimmt 12% zu (12% in Schweizer Franken), Kerngewinn je Titel steigt um 11%
    • Wichtige Ereignisse im 2. Quartal:
      • EU-Zulassungen für Polivy (Erstlinientherapie für aggressive Form von Blutkrebs), für Lunsumio (follikuläres Lymphom) und für Tecentriq (Lungenkrebs im Frühstadium); EU-Zulassungsantrag für Glofitamab (Blutkrebs) eingereicht
      • US-Zulassung für Evrysdi (Säuglinge unter zwei Monaten mit spinaler Muskelatrophie) und beschleunigtes US-Zulassungsverfahren für Lunsumio
      • Einführung von innovativen Plattformen und Systemen für gewebebasierte Krebsdiagnostik, von HPV-Test-Lösung mit Probenselbstentnahme und von Affenpockenvirus-Testkits
  • Ausblick für das Gesamtjahr 2022 bestätigt

Severin Schwan, CEO von Roche: «Wir haben im ersten Halbjahr gute Ergebnisse erzielt, vor allem wegen der anhaltend starken Nachfrage nach Routinediagnostik und unseren neuen Medikamenten zur Behandlung der Hämophilie, onkologischer und neurologischer Erkrankungen. Dank der fortlaufenden Erneuerung unseres Produktportfolios wachsen wir auch dieses Jahr trotz Biosimilars, deren Einfluss wie erwartet weiter abnimmt. Basierend auf unserer aktuellen Einschätzung bestätigen wir den Ausblick für das Gesamtjahr.»

Kennzahlen Millionen CHF Veränderung in %
Januar - Juni 2022 2022 2021 CER1 In CHF
Verkäufe 32 295 30 713 5 5
Division Pharma 22 347 21 671 3 3
Division Diagnostics 9 948 9 042 11 10
Kernbetriebsgewinn 12 668 11 652 9 9
         
Kerngewinn je Titel (in CHF)- verwässert 11,76 10,56 11 11
         
Konzerngewinn (IFRS) 9 161 8 216 12 12
         

Ausblick für das Gesamtjahr 2022 bestätigt
Roche erwartet stabile Verkäufe oder ein Verkaufswachstum im niedrigen einstelligen Bereich (zu konstanten Wechselkursen). Für den Kerngewinn je Titel wird ein im niedrigen bis mittleren einstelligen Bereich liegendes Wachstum angestrebt (zu konstanten Wechselkursen), welches den positiven Effekt aus dem Aktienrückkauf beinhaltet. Roche ist bestrebt, die Dividende in Schweizer Franken erneut zu erhöhen. 

Roche geht für das Gesamtjahr davon aus, dass die Verkäufe von COVID-19-Medikamenten und -Diagnostika um rund CHF 2 Milliarden auf etwa CHF 5 Milliarden zurückgehen werden und der durch Biosimilars bedingte Verkaufsrückgang rund CHF 2,5 Milliarden betragen wird. Ohne diese Effekte erwarten wir ein Verkaufswachstum der Roche-Gruppe im hohen einstelligen Bereich.

Konzernergebnisse
Im ersten Halbjahr erzielte die Roche-Gruppe ein Verkaufswachstum von 5% (5% in CHF) auf CHF 32,3 Milliarden.

Der Konzerngewinn nach IFRS stieg um 12% (12% in CHF), der Kerngewinn je Titel um 11%. Darin enthalten sind positive Effekte aus der Beilegung eines Patentrechtsstreits in Japan und aus dem Rückkauf der Roche-Aktien von Novartis. In der zweiten Jahreshälfte wird der Kerngewinn je Titel durch rückläufige COVID-19-Verkäufe sowie einen Basiseffekt aus der Beilegung mehrerer Steuerangelegenheiten beeinträchtigt, die in der zweiten Jahreshälfte 2021 verbucht wurden und sich 2022 nicht wiederholen werden.

Die Verkäufe der Division Pharma erhöhten sich um 3% auf CHF 22,3 Milliarden. Die neuen Medikamente zur Behandlung von schweren Krankheiten setzten ihr starkes Wachstum fort.

Allein Hemlibra (Hämophilie), Ocrevus (multiple Sklerose), Evrysdi (spinale Muskelatrophie), Phesgo (Brustkrebs) und Tecentriq (Krebs) erzielten in der Berichtsperiode ein Verkaufsplus von insgesamt CHF 1,5 Milliarden.

Die Auswirkungen von Biosimilars auf die Verkäufe der etablierten Krebsmedikamente Avastin, Herceptin und MabThera/Rituxan schwächten sich erwartungsgemäss weiter ab (Rückgang der Verkäufe von insgesamt CHF 1,0 Milliarde).

In den USA stiegen die Verkäufe um 1%. Das Verkaufswachstum neuerer Medikamente wie Hemlibra, Ocrevus und Tecentriq wurde durch den biosimilarbedingten Verkaufsrückgang bei Avastin, MabThera/Rituxan und Herceptin sowie durch geringere Verkäufe des Augenheilmittels Lucentis teilweise aufgehoben.

In Europa gingen die Verkäufe um 4% zurück. Hauptgrund hierfür war der rückläufige Verkauf von Ronapreve (COVID-19) im Vergleich zur Vorjahresperiode, in welcher diverse Länder Erstbestellungen getätigt hatten. Ohne diesen Basiseffekt stiegen die Verkäufe in Europa um 6%.

Die Verkäufe in Japan nahmen um 34% zu. Dies ist vor allem auf die hohe Nachfrage nach Ronapreve und anderen neuen Medikamenten wie Evrysdi, Polivy, Hemlibra und Enspryng zurückzuführen.

Die Verkäufe in der Region International erhöhten sich um 2%. In China sanken die Verkäufe um 7% aufgrund von Biosimilars und lokalen COVID-19-Massnahmen. Ohne Berücksichtigung von China wurde in der Region International ein Verkaufswachstum von 7% erzielt.

Die Division Diagnostics steigerte ihre Verkäufe um 11% auf CHF 9,9 Milliarden. Das Basisgeschäft der Division verzeichnete in allen Regionen ein anhaltend starkes Wachstum (+6%). Den grössten Beitrag lieferten die Produkte für die Immundiagnostik, und hier vor allem die Tests für Herzkrankheiten.

Das branchenführende COVID-19-Portfolio von Roche erzielte in den ersten sechs Monaten des Jahres Verkäufe von insgesamt CHF 3,1 Milliarden (CHF 2,5 Milliarden in der Vorjahresperiode). Im dritten Quartal 2022 wird die Nachfrage nach COVID-19-Tests voraussichtlich rückläufig sein.

Die Verkäufe in den Regionen Asien-Pazifik und Nordamerika stiegen um 39% bzw. 34%, während die Verkäufe in der Region Europa, Nahost und Afrika (EMEA) um 14% fielen. Dies ist in erster Linie auf die Zu- resp. Abnahme der Verkäufe von COVID-19-Tests zurückzuführen.

Zugang zur Gesundheitsversorgung
Im Mai verlängerte Roche ihre Zusammenarbeit mit der World Federation of Hemophilia (WFH) zur Unterstützung des WFH Humanitarian Aid Program bis Ende 2028: Roche wird weiterhin dafür Sorge tragen, dass das Medikament Hemlibra zur prophylaktischen Behandlung von Menschen mit Hämophilie A in Schwellenländern zur Verfügung steht.

Ebenfalls im Mai ging Roche eine Partnerschaft mit dem Global Fund ein, um Ländern mit geringem und mittlerem Einkommen beim Aufbau einer geeigneten diagnostischen Infrastruktur zu unterstützen. Ziel dieser neuen Partnerschaft ist es, Millionen von Menschen mit unerkannten Tuberkulose- und HIV-Infektionen eine Diagnose und eine anschliessende Behandlung zu ermöglichen.

Pharma: wichtige Zulassungen und Meilensteine in der Entwicklung im 2. Quartal 2022

Onkologie
Die Onkologie bleibt der wichtigste Forschungs- und Entwicklungsbereich von Roche – unsere Onkologie-Pipeline und unser Portfolio an Krebsmedikamenten zählen zu den breitesten und umfangreichsten der Branche.

Blutkrebs ist sehr schwer zu behandeln; dies gilt für alle Stadien der Krankheit. Im zweiten Quartal erzielte Roche mehrere Meilensteine in diesem Bereich:

  • Die Europäische Kommission erteilte die Zulassung für die Kombinationstherapie mit Polivy bei zuvor unbehandeltem diffusem grosszelligem B-Zell-Lymphom (DLBCL). Dies ist die erste Therapie seit über 20 Jahren, die den Krankheitsverlauf bei dieser aggressiven Form von Blutkrebs deutlich verbessert.
  • Darüber hinaus erhielt Roche die EU-Zulassung für Lunsumio. Dabei handelt es sich um den ersten bispezifischen Antikörper zur Behandlung des rezidivierenden oder refraktären follikulären Lymphoms (FL). Kurz darauf gewährte die amerikanische Arzneimittelbehörde FDA ein beschleunigtes Zulassungsverfahren für dieses innovative Medikament. Lunsumio ist eine neuartige Immuntherapie, die eine chemotherapiefreie, zeitlich befristete Behandlungsoption bietet.
  • Glofitamab ist der erste bispezifische Antikörper einer neuen Wirkstoffklasse. Er kann den Krankheitsverlauf bei Menschen mit einer aggressiven Form von Blutkrebs (diffusem grosszelligem B-Zell-Lymphom, DLBCL) verbessern. Roche hat Glofitamab bei der Europäischen Arzneimittelagentur zur Zulassung eingereicht.

Bei rund der Hälfte aller Menschen mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs im Frühstadium (eNSCLC) kommt der Krebs trotz erfolgreicher Operation zurück. Er ist dann in einigen Fällen nicht mehr heilbar. Die Behandlung dieser Krankheit in einem noch früheren Stadium bietet daher die beste Chance, ein Wiederauftreten der Krankheit zu vermeiden. Im Juni erhielt Tecentriq die EU-Zulassung für eNSCLC. Damit ist Tecentriq die erste und einzige Krebsimmuntherapie in Europa zur adjuvanten Behandlung bestimmter Personen mit eNSCLC.

Roche gab Ergebnisse einer ersten Zwischenanalyse der SKYSCRAPER-01-Studie bei metastasierendem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs mit hohen PD-L1-Werten bekannt. Die Wirkstoffkombination Tiragolumab plus Tecentriq verfehlte den co-primären Endpunkt des progressionsfreien Überlebens. Die Studie wird fortgesetzt, um den co-primären Endpunkt der Gesamtüberlebenszeit zu ermitteln – ein entscheidender Aspekt in dieser Indikation.

Neurologie
Roche verfügt über mehrere zugelassene Medikamente oder Wirkstoffkandidaten zur Behandlung von multipler Sklerose, spinaler Muskelatrophie (SMA), Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankungen, Myasthenia gravis, der Alzheimer- oder der Parkinson-Krankheit, der Duchenne-Muskeldystrophie sowie von Chorea Huntington.

SMA betrifft etwa eines von 10 000 Babys und ist die häufigste genetisch bedingte Todesursache bei Kindern. Im Mai erhielt Evrysdi die FDA-Zulassung zur Behandlung von Säuglingen unter zwei Monaten, die an SMA erkrankt sind. Diese Zulassung ist besonders wichtig, weil eine frühzeitige Behandlung vor Ausbruch der ersten Symptome den Säuglingen helfen kann, motorische Meilensteine zu erreichen. Darüber hinaus hat Roche neue Dreijahresdaten vorgelegt, welche die langfristige Wirksamkeit und Sicherheit von Evrysdi bei Säuglingen mit symptomatischer SMA vom Typ 1 untermauern.

Im Juni publizierte Roche Studienergebnisse zu Crenezumab. Die Studie untersuchte das Potenzial von Crenezumab zur Verlangsamung oder Vorbeugung der Alzheimer-Krankheit bei kognitiv nicht beeinträchtigten Menschen, die eine bestimmte genetische Mutation tragen, die ein frühes Einsetzen dieser Krankheit verursacht. Obwohl die Behandlung keinen statistisch signifikanten klinischen Nutzen zeigte, ist Roche zuversichtlich, dass die umfassenden erhobenen Daten das wissenschaftliche Verständnis in Zusammenhang mit der Alzheimer-Krankheit vertiefen und die künftige Forschungsarbeit auf diesem Gebiet unterstützen werden.

Pharma: wichtige Meilensteine in der Entwicklung im 2. Quartal 2022

  Produkt Indikation Meilenstein
Zulassungsprozess

 

 

 
Kombinationstherapie mit Polivy Zuvor unbehandeltes diffuses grosszelliges B-Zell-Lymphom (DLBCL) EU-Zulassung
Lunsumio (Mosunetuzumab) Rezidivierendes oder refraktäres follikuläres Lymphom (FL) EU-Zulassung
Glofitamab Rezidivierendes oder refraktäres (R/R) DLBCL EU-Zulassungsantrag
Evrysdi Für Säuglinge unter zwei Monaten mit spinaler Muskelatrophie (SMA) FDA-Zulassung
Phase-III-, Zulassungs- und weitere wichtige Studien

 

 

 

 

 

 

 
Evrysdi SMA Typ 1 (Säuglinge): langfristige Wirksamkeit und Sicherheit FIREFISH-Studie
(neue 3-Jahres-Daten)
Giredestrant ER-positiver, HER2-negativer unbehandelter Brustkrebs im Frühstadium Phase-II-Studie coopERA
(abschliessende Analyse)
Venclexta/Venclyxto plus Gazyva/Gazyvaro Zuvor unbehandelte chronische lymphatische Leukämie Phase-III-Studie CLL14 (neue 5-Jahres-Daten)
Gazyva/Gazyvaro plus Chemotherapie Zuvor unbehandeltes FL Phase-III-Studie GALLIUM (finale Analyse)
Crenezumab Alzheimer-Krankheit Phase-II-Studie API-ADAD Colombia: (co-primäre Endpunkte verfehlt)
Hemlibra Leichte bis mittelschwere Hämophilie A Phase-III-Studie
HAVEN 6
Vabysmo Neovaskuläre altersbedingte Makuladegeneration (AMD) Phase-III-Studien TENAYA und LUCERNE
(neue 2-Jahres-Daten)
Perjeta HER2-positiver Brustkrebs: invasiv-krankheitsfreies Überleben Phase-III-Studie APHINITY
(neue 8-Jahres-Daten)

Diagnostics: wichtige Meilensteine im 2. Quartal 2022
Diagnostische Tests sind von entscheidender Bedeutung, wenn es darum geht, auf neue Herausforderungen im Bereich der öffentlichen Gesundheit zu reagieren und diese zu kontrollieren. Im Mai hat Roche gemeinsam mit der Tochtergesellschaft TIB Molbiol in sehr kurzer Zeit die LightMix Modular Virus Testkits entwickelt. Mit diesen drei einzigartigen PCR-Tests kann das Affenpockenvirus nachgewiesen und dessen epidemiologische Verbreitung nachverfolgt werden.

Ferner erhielt Roche eine Notfallzulassung der FDA für cobas SARS-CoV-2 Duo. Es handelt sich dabei um den ersten PCR-Test zum Nachweis des COVID-19-Virus, der gleichzeitig die Viruslast misst. Er unterstützt das Gesundheitspersonal bei der Kontaktverfolgung sowie bei der Triage, der Behandlung und der Überwachung von Patientinnen und Patienten.

Weltweit erhalten jedes Jahr etwa 600 000 Frauen die Diagnose Gebärmutterhalskrebs, von denen mehr als die Hälfte sterben. Diese Krankheit, die auf eine Infektion mit dem humanen Papillomavirus (HPV) zurückzuführen ist, wäre mit rechtzeitiger Diagnose vermeidbar. Im Juni lancierte Roche in Ländern, welche die CE-Kennzeichnung akzeptieren, den cobas HPV Test für die Probenselbstentnahme durch die Patientin. Der Test stellt einen entscheidenden Schritt im Kampf gegen Gebärmutterhalskrebs dar.

Ebenfalls im Juni kündigte Roche die CE-Einführung des VENTANA DP 600 an. Der Hochleistungs-Objektträgerscanner liefert hochauflösende digitale Bilder von eingefärbten Gewebeproben, was die Krebsdiagnose erleichtert. Zudem ermöglicht der Scanner eine bessere und stärker personalisierte Medizin: In Kombination mit unseren KI-gestützten Analysealgorithmen kann er dazu beitragen, dass Patientinnen und Patienten die für sie wirksamste Therapie erhalten.

Darüber hinaus führte Roche den BenchMark ULTRA PLUS, eine innovative Plattform für Gewebefärbungen, ein. Mit diesem System können Pathologinnen und Pathologen schnelle und genaue Ergebnisse liefern, was die Therapieentscheidungen vereinfacht.

Rund 60 Millionen Menschen weltweit leben mit einer chronischen Hepatitis-C-Infektion, aber nur jeder Fünfte ist sich dessen bewusst. Im Juli lancierte Roche den ersten kommerziellen Antigen- und Antikörper-HCV-Diagnosetest: Elecsys HCV Duo ermöglicht eine frühzeitige Diagnose aktiver HCV-Infektionen und die gleichzeitige Bestimmung von Antikörper und Antigenen.

Verkäufe der Division Pharma

  Verkäufe Millionen CHF In % der Verkäufe Veränderung in %
  Januar–Juni 2022 2022 2021 2022 2021 CER CHF
  Division Pharma 22 347 21 671 100,0 100,0 3 3
  USA 11 363 10 802 50,8 49,8 1 5
  Europa 4 104 4 485 18,4 20,7 -4 -8
  Japan 2 202 1 808 9,9 8,3 34 22
  International* 4 678 4 576 20,9 21,2 2 2
  * Asien-Pazifik, CEETRIS (Mittelosteuropa, Türkei, Russland und indischer Subkontinent), Lateinamerika, Naher Osten, Afrika, Kanada, andere


Meistverkaufte Medikamente

 
Total USA Europa Japan International*
Mio. CHF % Mio. CHF % Mio. CHF % Mio. CHF % Mio. CHF %
Ocrevus 2 910 17 2 140 11 539 34 - - 231 43
Perjeta 2 061 5 740 1 457 -17 120 -1 744 34
Hemlibra 1 826 30 1 098 26 360 30 180 19 188 89
Tecentriq 1 758 11 951 13 383 19 218 -7 206 9
Actemra/RoActemra 1 455 -10 664 -7 420 -3 174 4 197 -37
Herceptin 1 179 -16 263 -27 233 -11 28 -28 655 -11
Avastin 1 142 -29 342 -38 116 -53 263 -13 421 -20
MabThera/Rituxan 1 117 -21 691 -22 105 -17 17 -8 304 -19
Kadcyla 1 074 14 415 -1 350 10 68 23 241 52
Xolair 1 025 11 1 025 11 - - - - - -
* Asien-Pazifik, CEETRIS (Mittelosteuropa, Türkei, Russland und indischer Subkontinent), Lateinamerika, Naher Osten, Afrika, Kanada, andere

Verkäufe der Division Pharma: ausgewählte meistverkaufte und neue Produkte

Ocrevus (Erstzulassung 2017; CHF 2,9 Milliarden, +17%). Schubförmige und primär progrediente Form der multiplen Sklerose; nur zweistündige Infusionszeit. Die Nachfrage in beiden Indikationen blieb stark, vor allem in den USA. Auch in Europa und der Region International verzeichnete Ocrevus hohe Zuwächse, vor allem in Deutschland, Italien, Spanien und Kanada.

Perjeta (Erstzulassung 2012; CHF 2,1 Milliarden, +5%). HER2-positiver Brustkrebs. Die Verkäufe stiegen vor allem dank der anhaltend hohen Nachfrage in der Region International.

Hemlibra (Erstzulassung 2017; CHF 1,8 Milliarden, +30%). Hämophilie A mit und ohne Faktor-VIII-Inhibitoren; einzige prophylaktische Behandlung, die subkutan und in unterschiedlichen Behandlungszyklen verabreicht werden kann: wöchentlich, alle zwei oder alle vier Wochen. Die Verkäufe wuchsen weiterhin beeindruckend, insbesondere in den USA, in der Region International und Europa.

Tecentriq (Erstzulassung 2016; CHF 1,8 Milliarden, +11%). Krebsimmuntherapie (entweder allein oder in Kombinationen) für verschiedene Krebsarten, zum Beispiel Lungen-, Blasen-, Brust- und Leberkrebs. Die Verkäufe stiegen vor allem aufgrund der höheren Nachfrage in den USA und Europa. Der Verkauf in Japan ging zurück, vor allem aufgrund behördlicher Preissenkungen.

Actemra/RoActemra2 (CHF 1,5 Milliarden, -10%). Rheumatoide Arthritis, Formen der juvenilen idiopathischen Arthritis und Riesenzellarteriitis, CAR-T-Zell-induziertes schweres oder lebensbedrohliches Zytokin-Release-Syndrom und COVID-19-assoziierte Lungenentzündung. Die Verkäufe fielen vor allem in der Region International und in den USA, bedingt durch den Rückgang der Anzahl hospitalisierter COVID-19-Patientinnen und -Patienten, tiefer aus.

Herceptin2 (CHF 1,2 Milliarden, -16%). HER2-positiver Brustkrebs und HER2-positiver metastasierender Magenkrebs. Der Rückgang der Verkäufe ist hauptsächlich auf den Biosimilars-Wettbewerb in verschiedenen Ländern zurückzuführen.

Avastin2 (CHF 1,1 Milliarden, -29%). Fortgeschrittener Dickdarm- und Enddarmkrebs, Brust-, Lungen-, Nieren-, Gebärmutterhals- und Eierstockkrebs, rezidivierendes Glioblastom (eine Art von Hirntumor) und Leberkrebs in Kombination mit Tecentriq. Der Rückgang der Verkäufe ist auf den Biosimilars-Wettbewerb in verschiedenen Ländern zurückzuführen.

MabThera/Rituxan2 (CHF 1,1 Milliarden, -21%). Formen von Blutkrebs, rheumatoide Arthritis und bestimmte Arten von Vaskulitis. Der Verkaufsrückgang ist auf den Biosimilars-Wettbewerb in allen Regionen zurückzuführen.

Kadcyla (Erstzulassung 2013; CHF 1,1 Milliarden, +14%). HER2-positiver Brustkrebs. Das Verkaufswachstum wurde durch den Einsatz von Kadcyla bei Brustkrebs im Frühstadium angetrieben. Die Verkäufe profitierten auch davon, dass weiterhin zu dieser Standardbehandlung gewechselt wird.

Xolair2 (CHF 1,0 Milliarden, +11%, nur USA). Chronische spontane Urtikaria und allergisches Asthma. In der Indikation chronisch spontane Urtikaria stiegen die Verkäufe. Xolair bleibt in der grösseren Indikation allergisches Asthma führend.

Alecensa (Erstzulassung 2015; CHF 745 Millionen, +19%). ALK-positiver nicht-kleinzelliger Lungenkrebs. Die Verkäufe legten weiterhin in allen Regionen zu. Die Region International und die USA waren die Hauptwachstumstreiber.

Ronapreve (Erstzulassung 2021; CHF 609 Millionen, +11%). Antikörperkombination zur Vorbeugung und Behandlung von kürzlich diagnostizierten Hochrisikopatienten mit leichter bis mittelschwerer COVID-19. Das Verkaufsplus in Japan wurde durch den Verkaufsrückgang in Europa teilweise ausgeglichen.

Lucentis2 (CHF 572 Millionen, -17%, nur USA). Augenkrankheiten, einschliesslich «feuchter» altersbedingter Makuladegeneration. Der Verkauf ging vor allem aufgrund des Wettbewerbsdrucks zurück. Das erste Biosimilar von Lucentis ist in den USA zu Beginn des
3. Quartals 2022 auf den Markt gekommen (mit eingeschränkter Zulassung).

Evrysdi (Erstzulassung 2020; CHF 500 Millionen, +106%). Spinale Muskelatrophie (SMA) bei Erwachsenen, Kindern und Säuglingen. Es ist das erste und einzige Medikament für SMA, das zu Hause verabreicht werden kann. Die weltweiten Verkäufe von Evrysdi legten weiterhin kräftig zu, vor allem in Europa und in den USA.
Esbriet (Erstzulassung 2014; CHF 457 Millionen, -14%). Idiopathische pulmonale Fibrose (IPF). Der Verkauf ging aufgrund eines geringeren Anteils an Neuverschreibungen zurück; im 2. Quartal 2022 wurden die ersten Generika (Nachahmerprodukte) in den USA eingeführt.

Gazyva/Gazyvaro (Erstzulassung 2013; CHF 349 Millionen, +8%). Chronische lymphatische Leukämie, Rituximab-resistentes follikuläres Lymphom (FL) und zuvor unbehandeltes fortgeschrittenes FL. Zugelassen für eine kürzere Infusionsdauer von 90 Minuten, verglichen mit der Standardinfusionszeit von 3 bis 4 Stunden.

Phesgo (Erstzulassung 2020; CHF 325 Millionen, +241%). HER2-positiver Brustkrebs im Frühstadium und metastasierend (Festdosis-Kombination aus Perjeta und Herceptin zur subkutanen Injektion). Bietet eine schnellere Verabreichung in nur wenigen Minuten im Vergleich zu Stunden bei herkömmlicher intravenöser Verabreichung. Phesgo setzte sein beeindruckendes Wachstum fort, insbesondere in Europa und den USA.

Polivy (Erstzulassung 2019; CHF 177 Millionen, +91%). Zuvor unbehandeltes und rezidiviertes oder refraktäres diffuses grosszelliges B-Zell-Lymphom; Teil einer Kombinationstherapie; eine Behandlungsoption mit fester Dauer für Menschen mit dieser aggressiven Form von Blutkrebs.

Vabysmo (Erstzulassung 2022; CHF 109 Millionen3). Neovaskuläre oder «feuchte» altersbedingte Makuladegeneration (nAMD) und diabetisches Makulaödem (DME), zwei Hauptursachen für Erblindung. Das neue Augenmedikament erzielte beeindruckende Verkäufe.

Enspryng (Erstzulassung 2020; CHF 84 Millionen, +132%). Seltene Autoimmunerkrankung des zentralen Nervensystems (Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankungen; NMOSD); erste subkutane NMOSD-Behandlung, die selbst oder durch Pflegepersonal zu Hause verabreicht werden kann. Die Nachfrage nach Enspryng blieb anhaltend stark.

Rozlytrek (Erstzulassung 2019; CHF 34 Millionen, +54%). Spezifische Form von nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC); solide Tumore mit einer spezifischen Genfusion; ROS1-positiver, fortgeschrittener NSCLC.

Susvimo (Erstzulassung 2021; CHF 2 Millionen3). Augenimplantat mit kontinuierlicher Medikamentenabgabe zur Behandlung der neovaskulären oder «feuchten» altersbedingten Makuladegeneration (nAMD).

Verkäufe der Division Diagnostics

Verkäufe Millionen CHF In % der Verkäufe Veränderung in %
Januar–Juni 2022 2022 2021 2022 2021 CER CHF
Division Diagnostics 9 948 9 042 100,0 100,0 11 10
Kundenbereiche            
Core Lab4 3 875 3 770 38,9 41,7 4 3
Point of Care4 2 609 1 798 26,2 19,9 46 45
Molecular Lab4 1 980 1 990 19,9 22,0 1 -1
Diabetes Care 832 894 8,4 9,9 -5 -7
Pathology Lab 652 590 6,6 6,5 10 11
Regionen            
Europa, Nahost, Afrika (EMEA) 3 350 4 144 33,4 45,8 -14 -19
Nordamerika 2 868 2 055 29,0 22,7 34 40
Asien-Pazifik 3 171 2 293 32,0 25,4 39 38
Lateinamerika 559 550 5,6 6,1 2 2

Core Lab. Fokus auf Zentrallabors; diagnostische Lösungen in den Bereichen Immunoassays, klinische Chemie und CustomBiotech. Die Verkäufe stiegen um 4%. Haupttreiber war die Routinediagnostik in den Bereichen Immunoassays (wo insbesondere die Tests für Herzkrankheiten zulegten) und klinische Chemie. Die Verkäufe nahmen weltweit zu, vor allem aber in den Regionen EMEA und Asien-Pazifik.

Point of Care. Fokus auf diagnostische Lösungen in Notaufnahmen, Arztpraxen oder direkt bei den Patientinnen und Patienten. Dazu gehören auch SARS-CoV-2-Schnelltests sowie Blutgas- und Elektrolyttests. Haupttreiber für das weiterhin starke Wachstum von 46% war der SARS-CoV-2 Rapid Antigen Test. Die grössten Wachstumsimpulse kamen aus den Regionen Asien-Pazifik und Nordamerika.

Molecular Lab. Fokus auf molekulare Labore; diagnostische Lösungen für den Nachweis und die Überwachung im Zusammenhang mit Krankheitserregern, Blutspenden, sexueller Gesundheit und Genomik. Das Verkaufswachstum wurde vom gesamten Portfolio des Basisgeschäfts und durch das im April 2021 erworbene GenMark-Geschäft getragen. Dieses Wachstum wurde durch geringere Verkäufe im Zusammenhang mit COVID-19 in den Regionen EMEA und Nordamerika weitgehend ausgeglichen. Die Region Asien-Pazifik war der Hauptwachstumstreiber.

Diabetes Care. Fokus auf integriertes personalisiertes Diabetes-Management für Menschen mit Diabetes und medizinisches Fachpersonal. Die Verkäufe gingen um 5% zurück, was auf den Basiseffekt aus der Beilegung eines Rechtsstreits in Zusammenhang mit Rabatten im ersten Quartal 2021 zurückzuführen ist. Ohne diesen Effekt ging der Verkauf, bedingt durch den anhaltend rückläufigen Markt für Blutzuckermessgeräte, um 1% zurück. Dieser Rückgang wurde durch eine höhere Nachfrage in den Schwellenländern teilweise ausgeglichen.

Pathology Lab. Fokus auf Pathologielabors; diagnostische Lösungen für Gewebebiopsien und Begleittests. Diese zielgerichteten Tests unterstützen die Auswahl spezifischer Therapien. Die Verkäufe stiegen um 10%. Dazu trugen in erster Linie das Advanced-Staining-Geschäft und die Begleitdiagnostik bei.

Über Roche
Roche wurde 1896 in Basel, Schweiz, als einer der ersten industriellen Hersteller von Markenarzneimitteln gegründet und hat sich zum weltweit grössten Biotechnologieunternehmen und zum globalen Marktführer in der In-vitro-Diagnostik entwickelt. Das Unternehmen strebt nach wissenschaftlicher Exzellenz, um Medikamente und Diagnostika zu entdecken und zu entwickeln, die das Leben von Menschen auf der ganzen Welt verbessern und retten. Wir sind ein Pionier auf dem Gebiet der personalisierten Medizin und wollen die Art und Weise, wie die Gesundheitsversorgung erbracht wird, weiter voranbringen, um einen noch grösseren Nutzen zu erzielen. Damit jeder Mensch die bestmögliche Behandlung erhält, arbeiten wir mit vielen Partnern zusammen und kombinieren unsere Stärken in den Bereichen Diagnostik und Pharma mit Erkenntnissen von Daten aus der klinischen Praxis.

In Anerkennung unserer konsequent langfristigen Ausrichtung wurde Roche von den Dow Jones Sustainability Indices zum dreizehnten Mal in Folge als eines der nachhaltigsten Unternehmen der Pharmabranche ausgezeichnet. Dieser Erfolg ist auch auf unser Engagement zurückzuführen, gemeinsam mit lokalen Partnern den Zugang zur Gesundheitsversorgung zu verbessern.

Genentech in den USA gehört vollständig zur Roche-Gruppe. Roche ist Mehrheitsaktionär von Chugai Pharmaceutical, Japan.

Weitere Informationen finden Sie unter www.roche.com.
Alle erwähnten Markennamen sind gesetzlich geschützt

Referenzen
[1] Soweit nicht anders angegeben, sind alle Wachstumsraten und Vorjahresvergleiche zu konstanten Wechselkursen (CER = Constant Exchange Rates) berechnet (Durchschnittskurse für 2021) und alle angegebenen Gesamtbeträge in CHF ausgewiesen.
[2] Etablierte Produkte (vor dem Jahr 2012 eingeführt), darunter Actemra/RoActemra, Avastin, Herceptin, MabThera/Rituxan, Xolair, Lucentis, Activase/TNKase, Pulmozyme und CellCept.
[3] Kürzlich zugelassen, keine Wachstumszahlen verfügbar.
[4] Die Verkäufe im Kundenbereich Point of Care enthalten die Verkäufe in Verbindung mit dem Liat System (POC-Molekulardiagnostik), und die Verkäufe im Kundenbereich Core Lab enthalten die Verkäufe aus Life Science Alliances. Beide Geschäfte wurden zuvor bei Molecular Lab ausgewiesen. Die Vergleichsinformationen für das Jahr 2021 wurden entsprechend angepasst.
Verkäufe POC-Molekulardiagnostik: Q1/21 = CHF 90 Mio., Q2/21 = CHF 92 Mio., Q3/21 = CHF 175 Mio., Q4/21 = CHF 194 Mio.
Verkäufe Life Science Alliances: Q1/21 = CHF 21 Mio, Q2/21 = CHF 23 Mio., Q3/21 = CHF 23 Mio., Q4/21 = CHF 20 Mio.

Hinweis betreffend zukunftsgerichtete Aussagen
Dieses Dokument enthält gewisse zukunftsgerichtete Aussagen. Diese können unter anderem erkennbar sein an Ausdrücken wie «sollen», «annehmen», «erwarten», «rechnen mit», «beabsichtigen», «anstreben», «zukünftig», «Ausblick» oder ähnlichen Ausdrücken sowie der Diskussion von Strategien, Zielen, Plänen oder Absichten usw. Die künftigen tatsächlichen Resultate können wesentlich von den zukunftsgerichteten Aussagen in diesem Dokument abweichen, dies aufgrund verschiedener Faktoren wie zum Beispiel: 1) Preisstrategien und andere Produktinitiativen von Konkurrenten; (2) legislative und regulatorische Entwicklungen sowie Veränderungen des allgemeinen wirtschaftlichen Umfelds; (3) Verzögerung oder Nichteinführung neuer Produkte infolge Nichterteilung behördlicher Zulassungen oder anderer Gründe; (4) Währungsschwankungen und allgemeine Entwicklung der Finanzmärkte; (5) Risiken in der Forschung, Entwicklung und Vermarktung neuer Produkte oder neuer Anwendungen bestehender Produkte, einschliesslich (nicht abschliessend) negativer Resultate von klinischen Studien oder Forschungsprojekten, unerwarteter Nebenwirkungen von vermarkteten oder Pipeline-Produkten; (6) erhöhter behördlicher Preisdruck; (7) Produktionsunterbrechungen; (8) Verlust oder Nichtgewährung von Schutz durch Immaterialgüterrechte; (9) rechtliche Auseinandersetzungen und behördliche Verfahren; (10) Abgang wichtiger Manager oder anderer Mitarbeitender und (11) negative Publizität und Berichterstattung. Die Aussage betreffend das Gewinnwachstum pro Titel ist keine Gewinnprognose und darf nicht dahingehend interpretiert werden, dass der Gewinn von Roche oder der Gewinn pro Titel für die aktuelle oder eine spätere Periode die in der Vergangenheit veröffentlichten Zahlen für den Gewinn oder den Gewinn pro Titel erreichen oder übertreffen wird.

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